Die kurze Formel: Monatspreis × 12 ergibt die Jahreskosten. Einen Jahrespreis teilst du durch 12, um ihn mit Monatsabos zu vergleichen. Wochenpreise rechnest du mit × 52 ÷ 12 um; wer alle vier Wochen zahlt, zahlt 13-mal im Jahr. Erst danach addierst du alles.
Zuerst die Liste, dann die Rechnung
Eine Summe ist nur so gut wie die Liste dahinter. Geh deshalb zuerst den Ratgeber Alle Abos finden durch und prüfe Apple, Google Play, Kontoumsätze, Handyrechnung und E-Mails. Notiere zu jedem Abo den tatsächlich abgebuchten Betrag, den Rhythmus und die nächste Verlängerung.
Verlass dich nicht auf einen Listenpreis aus dem Internet. Ein älterer Tarif, ein Rabatt oder eine Abrechnung in Fremdwährung können dazu führen, dass du mehr oder weniger zahlst. Für dein Budget zählt, was vom Konto geht.
Formeln für jeden Rhythmus
Am einfachsten vergleichst du alles auf Monatsbasis:
- monatlich: Betrag unverändert;
- jährlich: Betrag ÷ 12;
- vierteljährlich: Betrag ÷ 3;
- wöchentlich: Betrag × 52 ÷ 12;
- alle vier Wochen: Betrag × 13 ÷ 12;
- Jahreskosten: Monatswert × 12.
Eine Woche ist kein Viertelmonat: Das Jahr hat 52 Wochen, ein Monat im Schnitt rund 4,33. Und wer alle vier Wochen zahlt, zahlt nicht 12-, sondern 13-mal im Jahr. Beide Fehler machen die Summe kleiner, als sie ist.
Beispiel mit fünf Abos
Die Beträge sind frei gewählt und beschreiben keinen typischen Haushalt in Österreich. Sie zeigen nur, wie gerechnet wird.
| Abo | Zahlung | Pro Monat | Pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Videodienst | € 13 / Monat | € 13 | € 156 |
| Musik | € 11 / Monat | € 11 | € 132 |
| Cloudspeicher | € 30 / Jahr | € 2,50 | € 30 |
| Fitness-App | € 8 / 4 Wochen | € 8,67 | € 104 |
| Digitale Zeitung | € 45 / Quartal | € 15 | € 180 |
| Summe | — | € 50,17 | € 602 |
€ 50,17pro Monat
€ 602pro Jahr
€ 3.010in 5 Jahren
Die Gegenprobe ist einfach: Jahressumme ÷ 12 muss die Monatssumme ergeben, hier € 602 ÷ 12 = € 50,17. Kleine Rundungsdifferenzen sind normal, wenn du jeden Einzelbetrag auf Cent rundest.
Die Beträge im Beispiel sind frei gewählt. Mit echten Preisen rechnest du zum Beispiel anhand unserer Übersicht zu den Spotify-Preisen für Österreich — mit den österreichischen Beträgen, die von den deutschen abweichen.
Was zu den Kosten gehört
Rechne mit dem Betrag, der wirklich abgebucht wird: inklusive Umsatzsteuer, Servicepauschalen und Gebühren für Zahlungen in Fremdwährung. Einmalige Käufe, Zubehör oder Hardware führst du in einer eigenen Spalte. So bleibt sichtbar, was laufend anfällt und was nur einmal bezahlt wurde.
Bei Verträgen mit Mindestlaufzeit zählt der Gesamtpreis über die ganze Bindung, nicht der beworbene Monatspreis. Ein günstiger Einstieg, der nach drei Monaten teurer wird, gehört mit beiden Preisen in die Rechnung.
Jahrespaket oder monatlich zahlen?
Teile den Jahrespreis durch den Monatspreis. Das Ergebnis ist die Zahl der Monate, ab der das Jahrespaket günstiger wird. Beispiel: € 9 im Monat ergeben € 108 im Jahr. Kostet das Jahrespaket € 81, liegt die Schwelle bei neun Monaten.
Nutzt du den Dienst nur vier Monate, zahlst du monatlich € 36 statt € 81. Ein Jahresrabatt spart erst dann, wenn du die bezahlte Zeit wirklich brauchst.
Für Jahresabbuchungen vorsorgen
Ein Jahresabo belastet dein Konto an einem einzigen Tag. Der Monatswert zeigt, wie viel du dafür laufend zur Seite legen kannst: bei € 60 im Jahr sind das € 5 im Monat. So wird die Abbuchung im Herbst oder im Jänner keine Überraschung.
Gratismonate, Rabatte und Rückerstattungen
Ein Gratismonat kostet heute nichts, löst aber eine spätere Zahlung aus. Trag ihn mit dem Datum der ersten Abbuchung und dem Preis danach ein. Einen zeitlich begrenzten Rabatt verteilst du auf die Aktionsdauer; schreib nicht dauerhaft den Einstiegspreis fort.
Eine Rückerstattung senkt deine Kosten erst, wenn das Geld wieder am Konto ist. Führe Abbuchung und Erstattung getrennt, dann siehst du später, ob ein Vertrag wirklich beendet wurde.
Jahreskosten zeigen die Größe, Kosten pro Nutzung den Wert
Die Jahressumme sagt, wie stark ein Abo dein Budget belastet, aber nicht, ob es sich auszahlt. Ein Abo um € 16 im Monat kostet bei acht Nutzungen € 2 pro Nutzung, bei zwei Nutzungen € 8. Wie du das sauber bewertest, zeigt der Ratgeber Zahlt sich das Abo aus?
Drei Summen für eine gute Entscheidung
- Aktueller Monatswert: alle laufenden Abos auf einen Monat umgerechnet.
- Die nächsten zwölf Monate: mit bekannten Verlängerungen, Preiserhöhungen und auslaufenden Aktionen.
- Ziel: die Summe nach bestätigten Kündigungen oder Tarifwechseln.
Eine geplante Kündigung ist noch keine Ersparnis. Erst wenn sie bestätigt ist und keine weitere Abbuchung kommt, gehört der niedrigere Betrag in dein Budget.
Häufige Rechenfehler
- einen Wochenpreis mit 4 statt mit 52 ÷ 12 zu multiplizieren;
- Zahlungen alle vier Wochen wie Monatszahlungen zu behandeln;
- einen vollen Jahresbetrag zur Monatssumme zu addieren;
- einen Listenpreis statt der echten Abbuchung zu verwenden;
- einen Gratismonat ohne späteren Preis einzutragen.
Kurze Antworten
Wie rechne ich Zahlungen alle vier Wochen um?
Rechne mit 13 Zahlungen im Jahr: Betrag × 13 ergibt die Jahreskosten, geteilt durch 12 den Monatswert. Ganz genau sind es 365 ÷ 28 ≈ 13,04 Zahlungen; für ein Budget reicht 13.
Wie gehe ich mit Fremdwährungen um?
Notiere den Originalpreis und den tatsächlich abgebuchten Eurobetrag. Für die Rückschau zählt die Buchung; eine Vorschau kennzeichnest du als Schätzung, weil sich der Wechselkurs ändert.
Soll ich auf fünf Jahre hochrechnen?
Nur als Szenario bei gleichbleibendem Preis. Für eine Entscheidung reichen meist zwölf Monate, weil sich Preise, Angebot und dein Bedarf ändern.
